Recap der letzten Tage… Wochen… Monate… [Part 1]

Nach einer wirklich langen Pause, bedingt durch Faulheit, Lernen und was man da sonst noch so an Ausreden anführen könnte, gibt es hier jetzt eine kleine Zusammenfassung der erwähnenswerten Ereignisse (sofern ich sie noch alle im Gedächtnis habe :-? ).

Deutsch-Rezitationswettbewerb

Am 16.10. hat bei uns an der Uni eine Art Redewettbewerb stattgefunden, bei dem die Teilnehmer einen deutschen Text ihrer Wahl möglichst auswendig und natürlich vortragen sollten. Andrea, Jana und ich durften dabei als Preisrichter fungieren. Das Teilnehmerfeld war sehr breit gefächert. Japaner jeden Alters und aus verschiedenen Teilen des Landes (etwa von einer Universität in Nagoya) hatten sich eingefunden um teils recht anspruchsvolle Texte, wie z.B. den Erlkönig vorzutragen.

Militär-Flugschau in Iruma…

…, oder: soviel zum Artikel 9 ;-)

Jaja, wie die Japanologen unter euch mit Sicherheit zur Genüge gehört haben dürften unterhält Japan, laut dem Artikel 9 der Verfassung, keine Streitkräfte jeglicher Art. Was in der Realität in der Realität aber durch die Existenz der Selbstverteidigungs-Streitkrafte Jieitai etwas sehr frei ausgelegt. Wie dem auch sei, dadurch kommt man jedenfalls auch hierzulande dazu, wie etwa auf dem  Stützpunkt nahe meines Nachbarortes Iruma, Formationsflüge bei der alljährlichen Flugschau zu bestaunen. Da war an dem Tag die Hölle los, sodass der viel zu kleine Bahnhof, der sonst so ruhigen Haltestelle die dem Stützpunkt am nächsten liegt über mehrere Stunden vor Beginn und nach Ende der Veranstaltung aus allen Nähten geplatzt ist (wobei man das allein schon als sehenswert bezeichnen könnte :P ).

Alcatraz E.R.

heißt ein, in Shibuya gelegener, Izakaya der etwas anderen Art. Thematisch eine Mischung aus Gefängnis, Krankenhaus (daher auch der Name) und Gruselkabinett, in dem, nebst interessant gekleidetem Personal und der ein oder anderen Grusel-Show-Einlage, allerhand ziemlich kurios wirkender Speisen und Getränke (wie ihr auf den Bilder etwas nachvollziehen könnt) geboten werden. Im Anschluss habe ich im Game-Center mal die Purikura-Automaten von außen fotografiert, damit ihr mal seht, wie die aussehen.

to be continued…

Internationale Austausch-Party

Nach langer Zeit gibt’s nun mal wieder einen kleinen Post mit ein paar Bildchen. Letzten Donnerstag war es wieder Zeit für eine Internationale Austausch-Party (国際交流パーティー klingt auf Deutsch echt dämlich L-) ). Das übliche Gelaber, mit großem Buffet und anschließendem Nomikai in unserem Standardlokal “Murasaki” :-bd . Im Anschluss sind wir noch mit dem stolzen Rest von 13 Leuten zum Karaoke gegangen :rock . Als wir dann um 5:00 Uhr rausgeworfen wurden, waren wir noch zu 7. ;-)

Shizuoka und Kōbe

Die Sommerferien sind da, die Eltern wieder in Deutschland, meine Arbeiten alle geschrieben und im Wohnheim kaum noch anderen Studenten, weil so gut wie alle über die vorlesungsfreie Zeit nach Hause gefahren sind. Also fahr’ ich doch auch ein bisschen herum und besuche zumindest ein paar der Flecken in Japan, die ich noch nicht gesehen habe. Mit Takumi, einem fußballverrückten Studenten der Surugadai Universität bin ich zunächst auf seine Einladung hin nach Shizuoka gefahren um seine Familie zu besuchen. In den zwei Tagen, die ich dort war haben wir unter Anderem ein Fußballspiel des heimischen Profiteams gegen Yokohama angesehen. Hier ein kleines Video davon, dass ich im denkbar idealsten Moment aufgenommen habe :-bd

Von Shizuoka aus bin ich mit der günstigsten Zugverbindung (2-mal Umsteigen, 6 Stunden :!! ) nach Kōbe gefahren und habe mich dort in einem Kapselhotel einquartiert. Das kann ich hiermit auch auf der “Dinge, die man in Japan mal gemacht haben sollte”-Liste abhacken. An sich eine sehr praktische Angelegenheit, wenn man mit den offensichtlichen Einschränkungen zurecht kommt. Man bekommt außer der eigenen Kapsel mit TV, Radio und Wecker ein kleines Schließfach (in das nicht mal ein Reisetrolli passt) und muss am nächsten Tag bis 11 Uhr das Hotel wieder verlassen haben (selbst, wenn man für mehrere Tage bleibt, da bis 15 Uhr das Reinigungspersonal am Werk ist). Zudem steht ein komfortables Gemeinschaftsbad zur Verfügung, dessen Benutzung auch separat gebucht werden kann, was ganz extreme Sparfüchse dazu ausnutzen, über die Nacht Couch-Crashing auf den Sofas des Gemeinschaftsraums zu betreiben. Ab dem folgenden Tag, bin ich dann mit Saori unterwegs gewesen, einer Studentin der Universität von Ōsaka die ich während ihrem Auslandsjahr in München kennengelernt habe und die in Kōbe wohnt. Zunächst waren wir in Kyōto (eine ehemalige Hauptstadt) und zwar gerade am richtigen Tag, um beim Gozan no Okuribi, einer Feier, die anlässlich des Endes der O-Bon Festzeit stattfindet und bei dem gegen Abend auf den Kyōto umliegenden Hügeln überdimensionale Schriftzeichen entfacht werden.

Am nächsten Tag habe ich am Hafen aus dem Kobe Port Tower die Fotos für das 360° Panorama, was ihr oben seht, gemacht (anklicken, dann wird’s größer ;-) ). Nach einem Besuch im Zentrum dann noch, für eine tolle Aussicht über die Stadt und das Meer, rauf auf den Rokkō-Berg. Am folgenden Abend bin ich von Saoris Mutter zum Kōbe-Rind Yakiniku eingeladen worden. Ich bin ja eigentlich kein Fan von Rindfleisch, aber so etwas berühmtes muss man schließlich mal probiert haben 3:-O . Von gewöhnlichem Rindfleisch hat es eigentlich auch nicht viel, da die Konsistenz episch weich ist und sich im Mund überhaupt nicht wie Fleisch anfühlt, ganz zu schweigen von dem intensiven Geschmack :-bd . Außerdem sieht es Aufgrund der untypischen Fettmaserung und des hohen Fettanteils auch nicht wirklich aus wie ich mir Rindfleisch vorstelle. Nach einem abschließenden Besuch der Burg und des Aquariums von Ōsaka am nächsten Tag, bin ich am Abend um 21 Uhr mit dem Nachtbus von Kōbe los gefahren und am nächsten Vormittag um 9 Uhr in Ikebukuro (Tōkyō) angekommen :(|) .

So long, euer Martin ;-)

Gozan no Okuribi

Tōkyō im Schnelldurchlauf

Hat zwar ein bisschen gedauert, aber hier jetzt das Resümee. Da meine Eltern ja nicht einmal eine Woche zur Verfügung hatten habe ich ein ziemlich straffes Sehenswürdigkeiten-Programm zusammen gezimmert, bei dem man die Kinnladen von Teilnehmern japanischer Reisegruppen gerade noch in weiter Entfernung Pflastersteine zertrümmern hört, nachdem man schon lange an ihnen vorbei gezogen ist. L-)

Im Folgenden der zeitliche Ablauf und die besuchten Orte:

Tag 1 (Samstag): Nachmittags habe ich meine Eltern vom Flughafen in Narita abgeholt und Abends nach dem Einchecken im Hotel in Ikebukuro gleich mal in den ersten Izakaya. Sonst keine besonderen Aktionen, da so ein Flug über 12 Stunden ja durchaus recht anstrengend sein kann. :-t

Tag 2 : Der Westen der Yamanote-Linie. Zunächst gab es in Shibuya die Statue von Hachikō (Wer seine Geschichte nicht kennt, dem empfehle ich dem Link zu folgen und auf die Sektion “Leben” zu klicken ;-) ) zu bewundern, die für Tōkyōter oft als Treffpunkt bei Verabredungen dient, ähnlich wie der Fischbrunnen am Marienplatz in München. Gleich daneben die größte Scramble-Kreuzung (auch: Diagonalqueren) der Welt und das Kaufhaus Shibuya 109. Eine Station weiter nördlich, in Harajuku, gab es einen kulturellen und abkühlenden, es hatte schließlich etwa 34°C, Spaziergang im Garten des Meiji-Schreins. Da es Sonntag war habe ich eigentlich gehofft im Anschluss ein paar Cosplayer anzutreffen. Allerdings scheint der Trend mittlerweile schon gewaltig abgeflacht zu sein. Abgesehen von der ortsansässigen Rockabilly-Gang waren leider keine seltsamen Gestalten zu sehen. Nochmal etwas weiter nördlich in Shinjuku habe ich dann auch meine Eltern zur altbekannten Aussichtsplattform des Rathauses (siehe frühere Posts) geschleppt, von wo aus man ja einen recht guten Blick auf die Stadt hat.

Tag 3: Zuerst etwas Kultur in Asakusa, beim Sensō-Tempel. Nachmittags waren wir im “neuen” Stadtteil Odaiba, der künstlich in der Bucht von Tōkyō angelegt wurde, ziemlich futuristisch wirkt und mit einer modernen Hochbahn bereist werden kann. Auf dem Rückweg haben wir noch am Grundstück des Kaiserpalastes vorbei geschaut.

Tag 4: Ortswechsel Hannō. Nach einem Rundgang über das Unigelände und meinem Zimmer im Wohnheim gab es am Abend einen Nomikai mit Akashi-sensei und einigen Studenten der Surugadai.

Tag 5: Als Abschluss der Reise haben wir uns noch die Chinatown und den Hafenbereich von Yokohama angesehen.

Disneyland

Nach dem nun etwas größeren Loch seit dem letzten Eintrag gibt es jetzt endlich wieder etwas Berichtenswertes. Sorry, dass es so lange gedauert hat! (Aber doch irgendwo schön, zu hören, dass noch Leute auf den nächsten Post warten :-bd )

Also nun zum gestrigen Ausflug ins Disneyland Tokyo. Natürlich musste es gerade an dem Tag seit langem mal wieder regnen und winden (Memo: 500Yen-Schirme taugen weniger als 100Yen-Schirme L-) ), weswegen ich leider kaum Gelegenheit finden konnte Fotos zu machen. Ansonsten haben wir uns dadurch aber nicht wirklich von irgendwas abbringen lassen.

Allerdings mussten wir feststellen das Disneyland vor allem eines heißt: Anstehen… ~X( und zwar nicht zu knapp. Im Schnitt haben wir wohl rund 2 Stunden pro Fahrattraktion gewartet. Zum Glück haben sich die Verantwortlichen da ein System namens Fastpass einfallen lassen, bei dem man jeweils für eine Attraktion zur gleichen Zeit einen Pass holen kann, der zu einem späteren Zeitpunkt das Überholen der normalen Warteschlange gewährt (auch wenn das wohl hauptsächlich einen psychologischen Effekt hat).

Im Eingangsbereich des Parks kann man sich ein Bild davon machen was dabei heraus kommt, wenn das Land der Ausflugsmitbringsel auf einen ohnehin nicht all zu kleinen Merchandiser trifft ;-) . Ich glaube, ich war gar nicht in jedem der Souvenirläden, die dort in der Kulisse einer kleinen Stadt angehäuft sind. Von Accessoires, bis hin zu Süßigkeiten in den verschiedensten Formen gibt’s dort alles, was ein Disney-Fan begehren könnte. Selbst so ungewöhnliche Designs wie mein neuer Kaffeebecher (siehe unten) ;-).

Wie ihr euch bei den beschriebenen Wartezeiten sicher denken könnt, haben wir die Zeit auch bis zum Torschluss um 22 Uhr genutzt und sind dann bis etwa 2 Uhr daheim gewesen. War ein langer Tag und meine Beine spüre ich heute ganz gewaltig. :|

Das war’s auch erst mal wieder von mir hier auf der andern Seite der Erde. In nächster Zeit werde ich wahrscheinlich wieder öfter etwas posten. Zum Beispiel über die kommende Woche mit meinen Eltern in Tokyo, die ich morgen vom Flughafen abholen werde :-bd

Bis die Tage, euer Martin

Unigelände, -gebäude und der Fitnessraum

So, damit hier auch mal wieder was Neues steht gibt’s jetzt einen kleinen Rundgang über den eigentlichen Campus mit den insgesamt sechs (ich hoffe, ich verzähl mich jetzt nicht :-B ) Unigebäuden. Unter anderem dem ziemlich modernen Sport-Center mit allerhand Trainings- und Messgeräten für den fitnessbewussten Studenten, der ab und zu mal was für die Figur tun möchte :P . Das ganze dürfen wir übrigens kostenlos benutzen :-bd

Futter aus dem Supermarkt

Und hier nun der lange überfällige Post zu den Produkten, die einem hier im Supermarkt und Kombini so angeboten werden. Natürlich ist die Bandbreite mit den paar Bildchen die ich habe noch lange nicht abgedeckt und ziemlich einseitig, aber vielleicht zeigt es ein bisschen die Unterschiede zwischen deutschen und japanischen Konsummöglichkeiten.

  1. Pocky (unter den Nicht-Japanologen wohl eher als “Mikado” bekannt) mit Erdbeer-Custard(Englische Creme)-Kuchen-Geschmack. /:)
  2. ebi-shūmai: kleine chinesische Klöße mit Shrimp-Füllung. Nach denen bin ich mittlerweile süchtig :D
  3. tamago-dōfu (玉子どうふ; Eiertofu); aus sprachlicher Sicht finde ich es ziemlich lustig, dass man das zum Verzehr gedachte Ei auch 玉子, also “Kugel-Kind” schreiben kann. :-bd (Ist mir bei der Verpackung hier erst so richtig aufgefallen)
  4. Furikake: Gewürzmischungen für den Reis, deren Vielfalt ganze Supermarktregale füllt (weiter unten kommen noch ein paar). Hier in der Variante “Sardinen”.
  5. So sieht das auf einer 200g -Packung Mikrowellen-Reis aus
  6. Oyakodon für die Mikrowelle (der Reis ist nicht inklusive :P )
  7. Mochi, das ist ein kleiner Ball aus “weich geprügeltem” Reis mit einer Füllung aus süßer Azukibohnen-Paste (Anko). Besonders an dem hier ist, dass der Reisteig an sich noch mit grünen Tee versetzt wurde.
  8. Meronpan: Der Klassiker in der Gebäckabteilung. Ein kleines süßes Brötchen mit einer Hülle, die etwas an Streusel vom Streuselkuchen erinnert. Es schmeckt lecker, aber irgendwie für mich kein Bisschen nach Melone, was der Name eigentlich andeuten würde (und die Musterung sieht ja nun auch nicht wirklich Cantaloupe-Melone aus :-? )
  9. weiße (gibt es auch in dunkel) korone: sehr weiches, teigiges Gebäck mit Milchcreme-Füllung. Was auch immer die Form darstellen soll, es ist echt lecker ;-) .
  10. mushipan (蒸しパン): Die japanische Dampfnudel, zumindest laut dem wadoku.de Wörterbuch. Hier mit Azukibohnen und Beifuß (irgend eine Pflanze, fragt mich bitte nicht ^^)
  11. Gyōza: auch wieder ein klassischer Kloß aus China, gefüllt mit Fleisch und Gemüse.
  12. nochmal Furikake
  13. Karē für die Mikrowelle. Karē-raisu ist ein in Japan sehr beliebtes Curry-Gericht, dass in der Regel aus Rindfleisch, Gemüse, einer Curry-Soße und Reis besteht. Hier allerdings mit Geflügel (Ich bin ja kein Fan von Rind 3:-O )
  14. Onigiri aus dem Kombini, gefüllt mit Lachs und Lackskaviar. Für Onigiri gibt es in so ziemlich jedem Kombini ein gesondertes Kühlregal mit zahlreichen verschiedenen Varianten und Füllungen.
  15. noch mehr Karē
  16. noch mehr Furikake. Mit kleinen Fischen und Sesam; Lachs; Curry; bunte Mischung
  17. Mini-Ahorn-Meronpan

Mein größter Wermutstropfen: Gemüse und Obst, v.a. meine geliebten Äpfel sind hier sehr teuer. Es kommt vor, dass die Preise hier auf 1,30€ pro Stück klettern.

Soweit für heute, ich fall’ jetzt erst mal ins Bett. ;-)

“Oktoberfest” im Hibiya-Park

Eigentlich sollte hier jetzt der lange versprochene Post über mein “täglich Brot” aus dem japanischen Supermarkt stehen. Der muss nun allerdings doch noch etwas warten, da ich aus aktuellem Anlass vorher noch über das “Oktoberfest” (naja, das richtige ist ja auch nicht ganz im Oktober ;-)) im Hibiya-Park (Stadtteil des Bezirks Chiyoda in Tōkyō) berichten möchte, das ich am vergangenen Dienstag besucht habe.

Von der verhältnismäßigen Besuchermenge und den Bierpreisen stand es dem Original in keinster Weise nach. Unter anderem durfte sich der interkulturell aktive Japaner bei mehrfach geschwungenen Warteschlangen, wie etwa am Hofbräu-Stand, einer seiner Lieblings-beschäftigungen hingeben. Bis man dann endlich seine Maß von dort zum Essens-Stand tragen darf um sich nochmal anzustellen (ich übertreibe echt nicht, wenn ich sage, dass die das lieben =D) geht nicht nur etwas Zeit, sondern auch ein ganzer Batzen Geld ins Land. Der Spaß kostet nämlich ¥3000 + ¥2000 Pfand (insgesamt über 40€). Ich habe mich dann doch für ein japanisches (0,5l) Bier mit deutscher Aufmachung entschieden, was mich “nur” ¥1000 gekostet hat :(( .

Sehr spaßig war der Abend aber auf jeden Fall. Und im Endeffekt auch gar nicht so teuer wie ich mir zu Beginn vorgestellt hatte. Mehr als das erste Bier musste ich mir nämlich auch nicht wirklich kaufen, da man schon allein dadurch ziemlich viel von wildfremden Leuten spendiert bekommt, dass man originalgetreu “1..2..3…g’suffa” sagen kann :-bd . Viele haben auch einfach wesentlich günstigeres Bier aus einem nahe gelegenen Kombini mitgebracht und in die geleerten Gläser umgefüllt *-:) .

Ach ja, und so klein ist Tōkyō: Da trifft man doch glatt am Oktoberfest im Hibiya-Park völlig zufällig Yuka, Akane und Kenta von der Taishō-Universität (siehe rechte Hälfte von dem Purikura-Foto im entsprechenden Post) 8-} .

Sumō (o>.<’)b – Und was sonst so war

Uhh, diesmal war die Schreibpause aber ziemlich lang. Wo sind nur die letzten 2 Wochen denn hingegangen? (ò.Ò)’ Hier also ein kleiner Rückblick auf zwei Tage seit dem letzten Eintrag:

Am Mittwoch nach dem Ausflug nach Yokohama, dem letzten Feiertag der Golden Week (Tag der Kinder) hatte ich endlich die Gelegenheit meine Gastfamilie von vor zwei Jahren zu besuchen. Da wurde mir echt ein volles Programm geboten. Zwar konnten meine damaligen Gasteltern wegen regem Besucherbetriebs im Haustempel nicht viel mit mir sprechen, aber meine Gastbrüdern und ein paar ihrer Freunde haben im Garten den Grill angeworfen und ordentlich Fleisch und Bier ausgepackt ;-). Das ging um 11:00 Uhr los und ehe ich’s mir versah, saß ich nach einem anschließenden Besuch in einem Izakaya und einer darauf folgenden Karaoke-Session um halb zwölf im letzten Zug nach Hause.

Letzten Samstag hatten wir dank Akashi-sensei, der sich ja ständig die größte Mühe gibt uns die Dinge,  die wir in Japan tun und sehen wollen auch zu ermöglichen, die Gelegenheit zum Sumō-Turnier nach Tōkyō zu fahren. Die Stimmung und Atmosphäre in der Halle hat mich ziemlich positiv überrascht. Nicht, dass ich’s nicht hätte sehen wollen, aber ich habe tatsächlich mit etwas Langweiligerem gerechnet ;-D. Eine kleines Video davon könnt ihr übrigens am unteren Ende dieses Eintrags ansehen.

Nomikai mit den Taishōs und Ausflug nach Yokohama

So, es gibt wieder ein Bisschen zu berichten. Zunächst einmal haben wir hier momentan die “Golden Week“, eine Folge von 4 Feiertagen zwischen dem 29.04. und 05.05. (mehr Infos im Link oben). In der Zeit ist scheinbar das ganze Land auf Achse ;-), wir an der Uni haben von Montag bis Mittwoch frei.

Samstag haben Andrea und ich uns mit alten Bekannten von der Taishō-Universität in Tōkyō und Natalie, die dort gerade ihr Auslandsjahr verbringt, getroffen. Zwischen zwei Kneipenbesuchen haben wir unser Geld sinnvoll in einer Videospielhalle angelegt und auch noch ein paar Purikura-Fotos (siehe rechts) geschossen.

Am gestrigen Montag, dem Verfassungstag, ging es auf einen Ausflug nach Yokohama. Dabei zunächst in die größte Chinatown Japans, die aufgrund des Feiertags aus allen Nähten zu platzen schien. Vor jedem Restaurant, und daraus besteht das Viertel hauptsächlich, standen die Leute Schlange und haben auf einen Platz gewartet. Wir haben es schließlich doch vorgezogen, außerhalb zu essen und sind im Anschluss die Hafenpromenade entlang in Richtung des Landmark Tower, dem höchsten Wolkenkratzer Japans gewandert. Gleich in dessen Nähe liegt auch der Kosmo World Vergnügungsparks (der mit dem Riesenrad, dass man auf vielen Postkarten aus Yokohama sieht), wo ich es mir nicht nehmen lies, eine volle Stunde für eine Minute Achterbahnfahrt an zustehen ;-).

Gegen Abend haben wir uns zum Abschluss in üblicher Nomikai-ähnlicher Manier in einem Izakaya niedergelassen. Alles in allem ein echt schöner, aber anstrengender Tag. :-)

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