Sag mal, hab ich irgendwas im Gesicht? (ò.O)

Joho, Donnerstag, der 08.04., 8:30 Uhr: Unser kleiner Haufen von Austauschstudenten und etwa 160 Erstsemestler versammeln sich um mit einigen Bussen zu einem “Orientation Camp” in ein Onsen-Hotel im benachbarten Gunma-Ken zu fahren. Zwei Tage, die verflixt schnell vergangen sind, weil sie voll gepackt mit Programm waren.Vom 20 Minuten Monolog der Hotelleiterin, der den halben Saal eingeschläfert hat (zugegeben, der ist nicht wirklich schnell vergangen) über ein echt leckeres Abendessen, bis hin zu, selbstverständlich, reichlich Entspannung im Onsen, war am ersten Tag wirklich so einiges geboten. Eine Selbstvorstellung aller Austauschstudenten auf der Bühne vor versammelter Mannschaft ist uns leider auch nicht erspart geblieben.

Auch zunächst ein bisschen unangenehm ist der Bunte-Hund-Effekt, den man auslöst, wenn man einer von 3,5 Nicht-Asiaten im ganzen Hotel ist und unter diesen dann auch noch der einzige Kerl :-D. Da fühlt man sich erst mal, als hätte man Essensreste auf der Backe kleben, oder so ^^. Aber daran hab ich mich nun schon einigermaßen gewöhnt, an der Uni oder in Hannō ist ja meist nicht anders. Kann ja auch Vorteile haben ;-)

Am nächsten Morgen bin ich mit den Jungs aus meinem Zimmer gleich um 5 Uhr nochmal ins Onsen. Der restliche Tag ist relativ ruhig verlaufen. Frühstücksbuffet, Fragestunde für die Studenten, Abfahrt mit einem Zwischenstopp zum Mittagessen und obligatorischem Omiyage-Shopping ;-).

Kurz zum Abendessen. Das was ihr oben im Bild seht besteht aus:

Ebi Furai, Karaage, Reis, Tsukemono (u.a. japanischer Rettich). Nicht im Bild oder in den verdeckten Schüsseln: Eine Misosuppe mit Muscheln, kleines Fleischpflanzerl ;-), Erdbeer-Mousse mit Früchten, Nudelsalat, Sashimi vom Thunfisch.

Heute (Samstag) habe ich es zum ersten Mal seit guten zwei Jahren geschafft, meinen inneren Schweinehund so weit zu überwinden, mal über Situps und Liegestützen hinaus etwas für die Fitness zu tun und bin eine halbe Stunde zum Joggen raus gegangen. Lang hab ich zwar nicht durchgehalten, aber immerhin ^^. Ach ja, es gibt hier auf dem Campus übrigens auch ein Fitness-Studio, dass alle Studenten umsonst benutzen dürfen ;-). Demnächst werde ich mich mal mit der Kamera auf den Weg machen und ein paar der Gebäude und Örtlichkeiten hier auf dem Gelände ablichten und posten.

Also bis Bald, euer マーティン.

Und hier noch etwas aus der Kategorie Unnützes Wissen & Funny Facts about Japan: Kamaya no Kami

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7 Responses to “Sag mal, hab ich irgendwas im Gesicht? (ò.O)”

  1. Claudi says:

    Die Japaner auf deinem Zimmer sind ja lustig! xD
    Und ihr wart ja unglaublich viele… Find ich toll, dass die Austauschstudenten so mit den Erstis zusammengewürfelt werden.
    Onsen also. Dann hast du ja bald schon das Pflichtprogramm abgearbeitet, oder? Fehlt nur noch Karaoke. ;D
    Was für Omiyage hast du denn so gekauft?

  2. Martin says:

    Jau, wir hatten schon eine Fetzengaudi. Und das trotz allgemeinem Alkverbots ;-) (die ganzen Erstis dürfen ja noch nicht). Um genau zu sein sind’s zwei Japaner, ein Koreaner und ein Chinese.
    Omiyage hab ich keins gekauft, hätte es ja niemandem so recht mitbringen können.

  3. Atomic says:

    Das Essen sieht echt richtig lecker aus auf dem Bild ;-)
    Japanischer Ausflug ohne Alk, das hätte mir auch gefallen :P

    • Martin says:

      Hehe, stimmt. Aber ich denke, wenn du richtig angehst, überlebst du hier auch einen normalen Nomikai ohne Alk, gibt auch so genug leckere Sachen zu trinken :-)
      (Kannst ja vorgeben noch unter 20 zu sein ;-))

  4. simon says:

    “Da fühlt man sich erst mal, als hätte man Essensreste auf der Backe kleben, oder so ^^. […] Kann ja auch Vorteile haben ;-)”
    — Ein Schelm wer böses dabei denkt, Martin. ;D

    Das Essen sieht soooo nice aus xD Und wie ich schon in Andis Blog geschrieben habe: Das CampWE sieht nach ner Menge Spaß aus ^^

    Achja, wie kommuniziert ihr eigentlich mit den anderen Austauschstudenten? Japanisch oder eher vorwiegend Englisch?

  5. Martin says:

    Mit den anderen Austauschstudenten sprechen wir eigentlich nur auf Japanisch, natürlich ist da die Schnittmengen kleiner als mit Japanern, aber es funktioniert auch einwandfrei ^^. Englisch habe ich hier, außer einmal am Anfang drei Sätze mit einem Studenten, der gerade ein Jahr in Amerika war, bisher nicht gesprochen.

  6. Jenny says:

    haha, lustige kerls da in deinem zimmer!! und das zimmer selbst!! is ja cool mit fernseher und allem, noice.
    lecker karaageee!!! und dann das ganze zeugs, was nicht mit auf dem foto war, das klang ja auch mal lecker… macht mir richtig hunger!
    muss aber echt ne gaudi gewesen sein, hätte mir bestimmt auch viel spaß gemacht, dabei zu sein :)

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