Tōkyō im Schnelldurchlauf

Hat zwar ein bisschen gedauert, aber hier jetzt das Resümee. Da meine Eltern ja nicht einmal eine Woche zur Verfügung hatten habe ich ein ziemlich straffes Sehenswürdigkeiten-Programm zusammen gezimmert, bei dem man die Kinnladen von Teilnehmern japanischer Reisegruppen gerade noch in weiter Entfernung Pflastersteine zertrümmern hört, nachdem man schon lange an ihnen vorbei gezogen ist. L-)

Im Folgenden der zeitliche Ablauf und die besuchten Orte:

Tag 1 (Samstag): Nachmittags habe ich meine Eltern vom Flughafen in Narita abgeholt und Abends nach dem Einchecken im Hotel in Ikebukuro gleich mal in den ersten Izakaya. Sonst keine besonderen Aktionen, da so ein Flug über 12 Stunden ja durchaus recht anstrengend sein kann. :-t

Tag 2 : Der Westen der Yamanote-Linie. Zunächst gab es in Shibuya die Statue von Hachikō (Wer seine Geschichte nicht kennt, dem empfehle ich dem Link zu folgen und auf die Sektion “Leben” zu klicken ;-) ) zu bewundern, die für Tōkyōter oft als Treffpunkt bei Verabredungen dient, ähnlich wie der Fischbrunnen am Marienplatz in München. Gleich daneben die größte Scramble-Kreuzung (auch: Diagonalqueren) der Welt und das Kaufhaus Shibuya 109. Eine Station weiter nördlich, in Harajuku, gab es einen kulturellen und abkühlenden, es hatte schließlich etwa 34°C, Spaziergang im Garten des Meiji-Schreins. Da es Sonntag war habe ich eigentlich gehofft im Anschluss ein paar Cosplayer anzutreffen. Allerdings scheint der Trend mittlerweile schon gewaltig abgeflacht zu sein. Abgesehen von der ortsansässigen Rockabilly-Gang waren leider keine seltsamen Gestalten zu sehen. Nochmal etwas weiter nördlich in Shinjuku habe ich dann auch meine Eltern zur altbekannten Aussichtsplattform des Rathauses (siehe frühere Posts) geschleppt, von wo aus man ja einen recht guten Blick auf die Stadt hat.

Tag 3: Zuerst etwas Kultur in Asakusa, beim Sensō-Tempel. Nachmittags waren wir im “neuen” Stadtteil Odaiba, der künstlich in der Bucht von Tōkyō angelegt wurde, ziemlich futuristisch wirkt und mit einer modernen Hochbahn bereist werden kann. Auf dem Rückweg haben wir noch am Grundstück des Kaiserpalastes vorbei geschaut.

Tag 4: Ortswechsel Hannō. Nach einem Rundgang über das Unigelände und meinem Zimmer im Wohnheim gab es am Abend einen Nomikai mit Akashi-sensei und einigen Studenten der Surugadai.

Tag 5: Als Abschluss der Reise haben wir uns noch die Chinatown und den Hafenbereich von Yokohama angesehen.

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4 Responses to “Tōkyō im Schnelldurchlauf”

  1. Theo says:

    Gratulation: Du hast es wieder geschafft auf dem ersten Foto die Augen im richtigen Moment zu schließen.
    Und Respekt an deine Eltern, mit Jetlag in den Knochen dann 5 Tage durch die Stadt zu hetzen um dann wieder heimzufliegen und sich dem Jetlag auszusetzen…Klingt anstrengend.
    Achja, was ist diese Rockability-Gang? Nie davon gehört

    • Martin says:

      Wikipedia: “Rockabilly ist eine der Spielarten des Rock ‘n’ Roll” ;-)
      Die Jungs in Harajuku haben Frisuren wie Elvis und tanzen in schwarzer Lederkluft über den Platz.

  2. Claudi says:

    Großen Respekt an deine Eltern! Bei den Temperaturen so viel zu erleben und immer ein Lächeln auf den Lippen. Und dein Papa fühlt sich sichtlich wohl beim Nomikai. ;D
    Wie geht’s dir denn so in den Ferien? Viel zu tun?
    Du warst ja in Kobe, oder? Hoffentlich sehen wir da auch ein paar Bilder. ^^
    Ganz viel Spaß weiterhin und genieß die freie Zeit. Wann gehts denn bei dir wieder los?

  3. Jenny says:

    wow, danke martin, jetzt weiß ich, was ich meinem dad alles in tokyo zeigen kann, wenn wir über silvester da runter kommen! ;)
    sieht aber schon aus, als hättet ihr spaß gehabt!

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