Zusammenfassung der ersten Tage

Momentan ist leider alles erwartungsgemäß stressig, so dass ich noch nicht mal so richtig zum auspacken gekommen bin. Vom Schreiben ganz zu schweigen. Deswegen hier jetzt eine “kleine” Zusammenfassung.

Der erste Flug bis Peking verlief recht angenehm und hat sich für mich, obwohl ich wiedermal nicht schlafen konnte, gar nicht so lange angefühlt. Dank des recht umfangreichen Angebots im Boardkino konnte ich mir die Zeit mit 4 Filmen die ich noch nicht gesehen hatte vertreiben.

Der Transfer in Peking verlief sehr schleppend, so dass wir sehr spät zu unserem 2 Flug kamen, der dann aber sowieso erst mit einiger Verzögerung gestartet ist, da andere Passagiere wohl das gleiche Problem hatten. Die Maschine war diesmal etwas kleiner und unsere Sitzplätze waren nicht nebeneinander. Dreimal dürft ihr raten, wer in einem Flieger mit fast ausschließlich deutschen, englischen und japanischen Gästen ausgerechnet zwei Franzosen neben sich gesetzt bekommt (-.-‘)°.

In Japan angekommen hat es dann noch 3 Stunden mit dem Zug gedauert bis ich schließlich gegen Mitternacht in meinem Gastzimmer für die erste Nacht stand und weitere 2 Minuten bis ich mit meinem Laptop im Internet war ;-).

Am nächsten Tag (Mittwoch) haben wir uns gleich um halb zehn mit einer Dame von der Universität getroffen, die uns bei den ersten Behördengängen im Rathaus unterstützt und das Unigelände gezeigt hat. Nachmittags ist unser Gepäck angekommen, das wir vom Flughafen aus per Lieferdienst direkt an die Uni geschickt hatten und abends ging es gleich mal zum ersten Nomikai (“Trink-Treffen”) in Ikebukuro mit Akashi-sensei, dem Deutschlehrer der Universität (großer Schalke-Fan ;-)), Yuka und Keiko, die uns am Vorabend zur Uni gebracht haben und Takafumi, ein Schüler von Akashi-sensei. Es gab viel Sashimi, japanisches Bier (Das Nama von Sapporo ist gar nicht mal so schlecht) und allerhand anderer Leckerein. Nächstes Mal muss ich unbedingt daran denken, dass Essen zu fotografieren :/.

Jetlag is a bitch… Obwohl ich erst gegen 1:00 Uhr ins Bett gekommen bin war ich schon etwa zwei Stunde bevor ich eigentlich aufstehen wollte wach. Um 9:50 Uhr stand nämlich der obligatorische Gesundheits-Check auf dem Programm, der nach einem kurzen Gespräch mit einem Arzt und einer Röntgen-Aufname schon wieder vorbei war. Nachmittags habe ich mich dann Andrea und zwei Austauschstudentinnen aus Korea und China bei einem kleinen Einkaufsbummel am Bahnhof von Hannō angeschlossen bevor es Abends zum nächsten Nomikai, diesmal in Shinjuku, ging. Andrea und Jana sind diesmal nicht mitgekommen, die ersten zwei Tage waren ja etwas anstrengend. Mit dabei waren wieder die anderen vier von gestern und ein paar weitere Japaner, u.a. ein Herr Yamamoto, für den dieser Nomikai veranstaltet wurde, da er gerade zu Besuch in Tokyo ist und eigentlich seit 26 Jahren in Bayern lebt (und übrigens fließend Bayerisch spricht :-D). Saori, meine Sprachtandem-Partnerin im vergangenen Jahr, war übrigens auch mit dabei. Wie es der Zufall so will ist sie nämlich gerade zu Besuch bei ihrem Vater in Yokohama und ich durfte sie freundlicherweise mit zum Nomikai einladen :-).

Dass ich diesmal noch später heim gekommen bin, so gegen halb zwei, hat mich am Freitag auch nicht länger schlafen lassen als zuvor. Gegen 13:00 Uhr stand ein Japanisch-Test an, der unsere Fähigkeiten einstufen sollte und für mich vom Schwierigkeitsniveau her gefühlt um einiges über dem JLPT 2 lag, also episch schwer ^^.

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Also ging es am Abend natürlich wieder zu einem Nomikai ;-) (was sich reimt kann ja nicht schlecht sein). Diesmal gleich in der Nähe vom Bahnhof in Hannō. Wie ihr an den Bildern seht, war es diesmal eine recht große Runde, bunt zusammen gewürfelt aus Studenten, Austauschstudenten, Ehemaligen und Professoren. Außerdem Julia, auch eine Japanologin aus München und unsere Vorgängerin an der Surugadai-Universität, die gerade ihren Freund in Yokohama besucht hat und Sonntag leider schon wieder heim fliegt :-(.

Noch eine kleine Info an alle Japanreisenden. Solltet ihr in den Besitz eines ¥2000-Scheins kommen, behaltet ihn unbedingt ^^. Die sind anscheinend so selten, dass man sie in Japan eigentlich kaum noch sieht. Ich habe beim Umtauschen in Deutschland davon 3 bekommen, was bei den Japanern für ziemliches Staunen gesorgt hat :-D.

So, soweit erstmal von mir. Sorry, dass es seit dem letzten Post so lange gedauert hat und dass ich bisher noch nicht so recht die Zeit für Skype-Telefonate hatte! Das wird die nächsten Tage hoffentlich etwas entspannter ^^.

Bis zum nächsten Mal,

euer Martin

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6 Responses to “Zusammenfassung der ersten Tage”

  1. Theo says:

    Irgendwie les ich bei dem ersten Bild immer “Welcome Abroad” (was ja auch passend ist)…
    Sehr schön dass alles so gut geklappt hat. Und dass die ersten tage sehr stressig sind kann ich mir durchaus vorstellen. Aber ein Nomikai anch dem anderen ist durchaus eine Entschädigung würde ich sagen.
    Hau rein und pass auf dass dir der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

  2. simon says:

    hehe, das klingt doch alles prima ^^
    die nomikai-bilder sind auch schön ;D wenn ihr dann morgen hanami machen geht müsst ihr unbedingt mehr bilder machen :D mitai mitai mitai
    achja, wegen den 2000en scheinen: mir hat eine japanische quelle (keine ahnung mehr wer, yusuke? yukie? irgendjemand in japan?) mal gesagt dass die 2000er scheine sehr neu sind und auch insgesamt nut selten gedruckt werden. weil ja anscheinend auch nich wirklich bedarf dafür da ist.. ich meine zwei 1000er scheine sind ja auch ok ;D auf jeden fall, soweit ich weiß sind die recht neu x)

    bis denne
    und halt die ohren steif ^^

  3. simon says:

    achja, wie richtet man sich denn hier nen avatar und so zeugs ein? ;D

  4. Martin says:

    Ah, das würde auch einiges erklären, Simon. Die Julia hat auch gemeint, dass viele Automaten den Schein gar nicht annehmen, was ja keinen Sinn macht, wenn’s denn schon früher gegeben hätte. Jetzt wo du’s sagst… ^^
    Wegen dem Avatar: Ich glaube, dass geht, wenn du einen WordPress Account hast. Im ersten Post hat ja Cammy einen Avatar. Ich hab’s selbst noch nicht ausprobiert ^^. Hab in den Settings nur die Möglichkeit gefunden, dass Comment-Schreiben von einer Registrierung abhängig zu machen, aber da hab ich lieber, dass hier jeder posten kann.

  5. Claudi says:

    Sag mal Martin, man kann es sich ja auch schwer machen. Gleich mal drei Nomikais besuchen. tztztz ;)
    Find ich prima, dass da schon so viel Action geboten ist! Wie geht’s der Saori? Ganz große Klasse, dass du sie gleich treffen konntest. :D
    Dann drück ich dir mal die Daumen, dass der Jetlag bald die Biege macht und wünsch dir weiterhin viel Spaß beim eingewöhnen. Und auspacken. Und Hanami und Nomikai Nummer vier (lang wird der wohl nicht auf sich warten lassen) und und und :D
    Wenn es dann mal alles ein bisschen gechillter läuft, kommt man ja vllt auch mal ein bisschen zum ausführlicheren quatschen. Aus Insiderquellen weiß ich nun ja auch, wann ich mal im skype online sein sollte. ^^
    Mach’s gut, hau rein!

  6. Martin says:

    Vielen Dank, Claudi! =)
    Der Saori geht’s gut, genki wie immer und ihr Deutsch ist entgegen ihrer eigenen Aussage immer noch genauso gut wie vorher ;-).
    Ausgepackt hab ich mittlerweile auf schon fast alles ^^. Ruf einfach mal an, wenn du mich online siehst. Normalerweise bin ich dann auch in meinem Zimmer.

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